Die Saison 2026/27 von LaLiga EA Sports hätte für Deportivo Alavés nicht besser beginnen können. Im Mendizorroza-Stadion sicherte sich die Mannschaft aus Vitoria einen deutlichen 3:0-Sieg gegen ein Getafe, das am Ende wie ein Schatten seiner selbst wirkte. Das Spiel, das am 15. August 2026 stattfand, diente als Startschuss für den Wettbewerb und hinterließ bei beiden Teams sehr unterschiedliche Gefühle für die unmittelbare Zukunft.
Eine Rote Karte, die alles veränderte
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Die Begegnung begann mit maximaler defensiver Vorsicht beider Mannschaften, was zu einer torlosen ersten Halbzeit führte. Ein Vorfall kurz vor der Pause veränderte jedoch den Verlauf des Spiels drastisch. In der 41. Minute wurde Kiko Femenía, der Außenverteidiger von Getafe, nach einem harten Tackling gegen Abde Rebbach vom Platz gestellt. Die ursprüngliche Entscheidung auf Gelbe Karte wurde vom VAR überprüft und zu einer direkten Roten Karte hochgestuft, wodurch Getafe über 50 Minuten lang mit zehn Mann spielen musste.
Alavés entfesselt sein Potenzial
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Durch die numerische Überlegenheit dominierte Alavés die zweite Halbzeit vollständig. Die Einwechslung von Mariano Díaz von der Bank erwies sich als entscheidender Faktor und veränderte den Offensivrhythmus der Gastgeber. Der Stürmer, der sein Ligadebüt für Alavés gab, war der Star des Abends, da er direkt an allen drei Toren beteiligt war.
Nahuel Tenaglia eröffnete in der 73. Minute mit einem präzisen Kopfball nach Vorlage von Mariano den Torreigen. Die Hartnäckigkeit der "Babazorros" wurde in der Nachspielzeit endgültig belohnt: Mariano Díaz erzielte in der 90.+1. Minute mit einem wuchtigen Schuss in den Winkel das zweite Tor und nur drei Minuten später, in der 90.+4., legte er für Mikel Rodríguez auf, der damit bei seinem Primera División-Debüt den Schlusspunkt setzte.
Taktische Analyse: 'El Glorioso' schlägt intelligent zu
Alavés zeigte eine große defensive Stabilität und hielt sein Tor sauber, was Trainer Quique Sánchez Flores als fundamental hervorhob. Mit der numerischen Überlegenheit verstand es die Mannschaft aus Vitoria, das Spiel intelligent zu gestalten, den offensiven Druck zu erhöhen und die Räume zu nutzen, die ein dezimiertes Getafe bot. Die Statistiken spiegeln diese Dominanz wider: Alavés beendete das Spiel mit 18 Schüssen (8 aufs Tor) im Vergleich zu Getafes 6 (2 aufs Tor) und einer signifikanten Kontrolle der erwarteten Tore (xG von 2,48 gegenüber 0,10). Schnelle Umschaltmomente und effiziente Entscheidungsfindung waren entscheidend für die "Albiazul"-Elf.
Ein überfordertes und eingeschränktes Getafe
Für José Bordalás' Getafe war der Saisonstart ein harter Schlag. Die Rote Karte für Kiko Femenía schränkte ihre Strategie vollständig ein und zwang das Team zu Umstellungen und einer defensiven Ausrichtung. Trotz aller Bemühungen zeigte die "Azulones" mangelnde Ideen im Angriff und Schwierigkeiten, die Angriffe von Alavés in der zweiten Halbzeit abzuwehren. Möglicherweise waren die Gedanken des Getafe auch auf die bevorstehenden Playoff-Spiele der Conference League gerichtet, was ihre Leistung in Mendizorroza beeinflusst haben könnte.
Auswirkungen auf den LaLiga-Auftakt
Für Deportivo Alavés bedeutet dieser deutliche Sieg einen unschlagbaren Start in LaLiga. Die drei Punkte sorgen für einen Schub an Moral und Selbstvertrauen und setzen ein positives Zeichen für ihre Ambitionen im Wettbewerb. Die Leistung von Mariano Díaz mit einem Tor und zwei Vorlagen positioniert ihn als Schlüsselspieler für den Angriff der "Babazorros".
Getafe hingegen steht vor der Notwendigkeit einer schnellen Neuorganisation. Die 3:0-Niederlage, und insbesondere die Tatsache, dass sie über weite Strecken des Spiels mit zehn Mann spielten, unterstreicht die Bedeutung der Disziplin auf dem Platz und der Anpassung der Defensivstrategie. Dieses Ergebnis zwingt sie zum Nachdenken und zur Suche nach Lösungen für die kommenden Spiele, wenn sie verhindern wollen, dass dieser schlechte Start anhält.
